Montag, 24.09.18

Dritter FES-PASSIA Roundtable über “Die aktuelle israelische Agenda im besetzten Ost-Jerusalem und ihre Folgen für die Zweistaatenlösung“

Am 24. September führten die FES und ihr Partner PASSIA ihren dritten Rundtisch dieses Jahr durch, bei dem es um “Die aktuelle israelische Agenda im besetzten Ost-Jerusalem und ihre Folgen für die Zweistaatenlösung“ ging. Das Treffen fand im YWCA in Ost-Jerusalem statt.

Foto: FES Palestina

Der Sprecher Ofer Zalzberg, der als Senior Analyst bei der International Crisis Group in Jerusalem arbeitet, zeigte die Folgen von der aktuellen israelischen Agenda im besetzten Ost-Jerusalem auf, wie sie die Zweistaatenlösung untergräbt und welche Zukunftsstrategien sich daraus für Palästinenser_innen in Ost-Jerusalem ergeben. Er begann seinen Vortrag, indem er die israelische Policy vergegenwärtigte, die Jerusalem als Hauptstadt Israels erklärt, sowie territoriale Grenzen einschließlich der Altstadt als auch eine jüdische Bevölkerungsmehrheit beansprucht. Daraus schloss er, dass diese Faktoren den Versöhnungsprozess erheblich erschweren würden.

Als nächstes wies er auf den heutigen israelischen Diskurs hin, der darauf abzielt die Bewohner_innen Ost-Jerusalems zu integrieren, indem die hebräische Sprache gefördert und sowohl ideologische als auch extrakurrikulare Bildung angeboten würde. Laut Zalzberg versucht die neue Agenda Palästinenser_innen in einem größeren Umfang zu integrieren, damit sich der Boykottaufruf verringert.

Nachfolgend entstand eine lebendige und kritische Diskussion dieser Agenda entgegenzuwirken. Unter den eingeladenen Gästen beteiligten sich auch junge Ost-Jerusalemer_innen und machten auf den Zweispalt aufmerksam, qualitativ hochwertige Bildung zu benötigen aber auch ihre palästinensische Identität zu bewahren.

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